Franziska Laxgang, 

Heilerziehungspflegerin und zertifizierte Reittherapeutin

Schon seit meiner Kindheit stellen Tiere bei mir im Leben einen großen Stellenwert da. Egal welche Tierart, ich habe sie immer gern um mich gehabt und bin seit dem sechsten Lebensjahr immer lieber in den Reitstall zum Ausmisten gegangen wie mit Freunden ins Kino. Ich malte Hefte mit Pferdeköpfen voll, kaufte von meinem Taschengeld Leckerlis und war jede freie Minute im Reitstall um auszumisten, Pferde zu putzen, zu füttern, spazieren zu gehen und auch zu reiten, obwohl das eher nebensächlich und der Umgang im Fokus stand. 

 

Als ich meinen Berufsweg eingeschlagen habe, wollte ich am liebsten etwas mit Tieren arbeiten. Ich habe mich erkundigt aber für das Studium zur Tierärztin haben mir schlicht die Noten gefehlt, als Tierarzthelferin, Pferdepflegerin, o.Ä. war das Gehalt ausschlaggebend, damit hätte ich niemals eine Familie ernähren können, und einen Hof hat niemand in meiner Verwandtschaft den ich betreiben könnte. Auch als Sportreiter fehlen mir die reiterlichen Fähigkeiten.

Da ich sehr gerne aber auch mit Menschen arbeite und diese nicht nur pflegen, sondern auch fördern wollte, bin ich durch Umwege in ein kleines gemeindeintegriertes Wohnheim gekommen, in dem ich meine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger machte. Dort arbeite ich auch nun wieder, nach ein paar anderen Arbeitsstellen im Reha-Bereich und der Erziehungszeit.

 

Nebenher gab ich meinen Traum mit Tieren zu arbeiten nicht auf. Ich leite nebenher einen kleinen Tierschutzverein, der sich um die Vermittlung von Tieren im In- und Ausland kümmert, dieses ist aber eher eine Herzensangelegenheit. Ich habe mich auch mit verschiedenen Trainern egal ob Hund oder Pferd befasst, es ist für mich aber schwer den Leuten adäquat zu sagen, dass der Fehler meist an ihnen liegt. Natürlich haben Menschen andere Meinungen aber gerade im Reitsport kommt es da oft genug zu Streitigkeiten, also wäre dieses keine Option für mich.

Ich habe meinen kleinen eigenen Offenstall vor dem Haus in dem meine Pferde leben. Im Garten wohnen Hühner, Gänse, Kaninchen und Fische. Meine Katzen und Hunde sind außerdem mit von der Partie.

 

Es kommen oft Kinder von Bekannten, die ihre ersten Reitversuche machen, meine Pferde haben schon Kindergeburtstage absolviert und auch beim St.Martinsumzug läuft eins mit.

Manchmal fahre ich mit ein paar meiner Klienten zu ihnen, wir füttern sie, gehen spazieren, putzen, usw. Den Menschen tut das psychisch und physisch einfach gut.

Es geht ihnen nicht nur ums Reiten, der Umgang allein ist schon was ganz Bereicherndes für sie. Ich habe auch einen Hund, den ich immer mit in die Arbeit nehme, teilweise sind die Leute wie ausgewechselt, wenn sie ihn sehen. 

 

Die Weiterbildung zur Reittherapeutin habe ich bei einer zertifizierten Ausbildungszentrum in Augsburg und die zugehörige Praxisstunden auf einem Schulbauernhof absolviert. Schulkinder und auch Kindergartenkinder mit psychischen, körperlichen oder geistigen Einschränkungen besuchen diesen Hof innerhalb der Schulzeit mit ihren Lehren und Betreuungspersonal. Je nach Schulhalbjahr, freien Plätzen und Förderbedarf dürfen die Kinder an der dazugehörigen Reittherapie teilnehmen.

Unsere Co.- Therapeuten

In erster Linie sind das unsere drei Pferde Rapunzel, Aranka und Verena die uns in der Reittherapie unterstützen. 
Der Großteil unserer Tiere sind "gerettet", d.h. es sind Abgabetiere, Auslandstiere oder Tiere die einfach niemand mehr haben wollte weil das Interesse verloren gegangen ist oder sie eine Behinderung oder Verhaltensstörung zeigen.  

Unsere Pferde

 Unsere Pferde wohnen in einem Offenstall direkt an unserem Haus. Sie dürfen rein- und raus wie sie möchten, haben einen großen Paddockbereich im Winter und mehrere Fressbereiche. Außerdem steht ein großzügig eingestreuter Liegebereich zur verfügen. 
Im Sommer dürfen sie natürlich Tag und Nacht auf die Weide, im Winter gibt es Heu aus biologischen Anbau zur freien Verfügung. Sie haben genug Zeit zum entspannen und abschalten und einfach nur Pferd zu sein.

Unser Hufschmied kommt alle 6-8 Wochen, tierärztliche Versorgung wie jährliche Zahnkontrollen, Impfungen und Wurmkuren sind natürlich Pflicht. 

Auch regelmäßige Behandlungen von Chiropraktiker oder Osteopaten tun unseren Pferde sehr gut und werden regelmäßig durchgeführt.

Auch eine passende und für den Zweck geeignete Ausrüstung ist für alle vorhanden,

Egal in welchem Bereich unsere Pferde eingesetzt werden,  Abwechslung für ihre psychisch und physisch in Form von Dressur-, Longenarbeit oder Ausreiten stattfinden.
 Je vielseitiger das Pferd bewegt wird, umso weniger findet ein Abstumpfen statt. 

Regelmäßiger Unterricht ist bei uns Pflicht, um unsere Pferde langfristig gesund zu erhalten und uns selbst zu schulen. 

Auch Gehorsamsübung  ist ein fester Bestandteil des Training und und wird regelmäßig überprüft, um die Sicherheit beim Arbeiten zu gewährleisten. 

Auch fahren wir gerne mal mit unseren Pferde auf eine Schulung oder einen O-Ritt, um Abwechslung zu gewährleisten.

Rapunzel "Puntzi"

Unsere Puntzi ist ca. 2016 geboren und eine Irish Cob Stute. Sie wurde bis sie zu uns kam sehr viel rumgereicht, niemand machte sich die Mühe sich genug mit ihr zu beschäftigen, bis sie dann immer wieder verkauft wurde weil sie einfach unausgelastet nur Unsinn machte.
Als sie zu uns kam war das erstmal harte Arbeit ihr eine normale Grundausbildung ohne Gewalt beizubringen, bei der sie auch Spass hat.
Das wichtigste ist bei ihr, sie liebt Kinder über alles und ist gerne ein "CLOWN" für diese. Bodenarbeit und Schrecktraining ist ihre große Leidenschaft.

Verena "Vrine"

Unsere Oldenburger Omi Vrine ist 1994 geboren und kam zu uns halb verhungert. Sie wurde auf einem Hof gehalten der sie sozusagen als Gebärmaschine benutzte um Fohlen zu produzieren und diese dann gewinnbringend zu verkaufen.
Nachdem sie bei uns aufgepeppelt wurde, ist sie noch viele Jahre ein tolles Reitpferd gewesen.
Vrine ist eine sanfte und liebevolle Stute die uns aufgrund ihres Alters nur noch je nach Tagesform bei Sachen am Boden unterstützt.

Aranka "Arrie"

Arrie ist unsere 2011 geborene spanische PRE Stute. Sie ist immer interessiert und sie weiß, nicht nur genau wer sie mag oder nicht, sondern sie kann auch genau ihr gegenüber spiegeln und merkt, wenn es jemanden nicht gut geht. Kinder findet sie Klasse und mag es besonders geputzt zu werden.
Arrie ging es in ihrem Leben vorher nicht schlecht, sie gehörte einer Freunden die einfach wenig Zeit hatte und sie uns dann verkauften.
Wir freuen uns die hübsche Maus in unserem Team zu haben.

Unsere Hunde

 
Unsere Hunde sind keine ausgebildeten Therapiehunde, sind aber bei uns Zuhause und gerne mit dabei. sie begleiten uns während der therapeutischen Einheiten im Gelände oder bei Arbeiten im Stall.

Max

Max ist 2019 geboren und ein Alaskan Malamute. Er wurde als Wühltischwelpe mit 6 Wochen aus Rumänien in eine Autowerkstatt verkauft und wurde dort mit etwa 7 
Monaten beschlagnahmt da er von Samstag bis Montag alleine ohne Futter die Nachbarn auf sich aufmerksam gemacht.
Er kam erst auf Pflege zu uns um vermittelt zu werden. Da Max aber aufgrund fehlenden Instinkten und absolut fehlender Erziehung gar nicht vermittlungsfähig war, haben wir entschlossen ihn zu behalten.
Max ist unser stürmischer Riese, der aber genau weiß wenn Menschen ihn brauchen, Menschen traurig sind oder etwas auf der Seele haben. Außerdem hat er unheimlich viel Spass mit Kindern zu spielen. 

Nikey

Nikey ist etwa 2014 geboren und ein Strassenhund aus Rumänien. Er war dem Tot damals sehr nahe da er im Auffanglager die Hütte nicht mehr verließ und nichts fraß. Es gab genau ein Foto von ihm und keinerlei Beschreibung. Als wir uns entschieden ihn aufzunehmen, bemerkten wir schnell warum das so war.... Nikey ist nähmlich taub. Er hatte einfach nicht gehört wenn gefüttert wurde.
Nikey ist eine Seele von Hund. Er hat einen eigenen menschlichen Charakter, wenn es für ihn zu kalt zum Spazieren gehen ist bleibt er lieber im Bett liegen oder bevorzugt er Kässpätzle anstatt Hundefutter.
Nikey begleitet schon lange sein Frauchen auf der Arbeit und ist der "Stationshund".

Unsere Katzen

Da sich unsere Katzen gerne draußen und bei  Menschen aufhalten sind sie auch immer wieder Gäste bei der therapeutischen Arbeit.

Schoccocina

Schoccocina ist etwa 2022 in Rumönien geboren und unser schüchternes Mäuschen. Sie wurde dort in einem unbewohnten Haus mit Kitten gefunden, die nicht von ihr stammten aber um die sie sich gekümmert hatte. Wir konnten sie einfach nicht zurücklassen. 
Als sie dann bei uns ankam, verliebte sie sich so sehr in unseren Mogli, sodass wir sie beiden nicht mehr trennen konnten.

Mia 

Mia ist etwa 2012 geboren und eine wunderschöne schildpatt Katze. Sie ist sehr verschmust und kommt auch sehr gerne um sich streicheln zu lassen. Außerdem ist sie sehr kommunikativ und redet viel.
Mia wurde schwanger von einem Mieter in einer Wohnung nach dem Umzug zurück gelassen. Sie bekam 9 Babys bei uns die vermittelt wurden. Mia durfte bei uns bleiben da sie einen Herzfehler und Astma hat.

Marie

Marie unsere selbstbewusste etwa 2018 geborene Kätzin ist immer und überall dabei. Sie ist gerne bei den Leuten und begleitet sie.
Marie kommt ursprünglich aus Rumänien und wurde dort beim Tierarzt abgegeben. 
Sie hatte hier mal einen Unfall mit einem Auto, drum ist ihr rechtes Auge eingetrübt.
Sie liebt Mogli über alles.

Cookie

Cookie ist etwa 2023 geboren und wurde ganz alleine im Wald in Rumänien gefunden. Als sie zu uns auf Pflegestelle kam war schnell klar, Cookie gehört zu uns. Sie liebt Menschen, besonders Kinder,  und lässt sich gerne streicheln. 

Mogli 

Mogli ist etwa 2018 geboren und war der Hundetester im rumänischen Tierheim. Er war eher ein wandelndes Skelett und hatte ein ganz kleines Auge. In Deutschland angekommen stellte man fest, dass sein gesamter Mund vereitert war aufgrund einer Zahnerkrankung und er fürchterliche Schmerzen haben musste. Wir ließen alle Zähne ziehen und siehe da, er hatte auf einmal zwei gleichgroße Augen und nahm zu.
Mogli liebt sein Bällchen, 
Marie und Nikey und freut sich auch um Menschen die ihn streicheln

unsere anderen Hoftiere

Unsere Hühner

Unsere Hühner sind teils Abgabetiere, manche sind ausgestalte Legehennen die sonst geschlachtet geworden wären.
Gerade Hühner sind aufgrund ihrer liebenswerten und oft auch etwas tollpatschigen Art unheimlich freundliche und offene Tiere die auf Menschen zugehen.

Unsere Gänse

Unsere Gänse sind auch dem Backofen entkommen. Sie beschützen unsere Kleintiere vor Fressfeinden und schlagen an wenn etwas nicht in Ordnung ist.

Unsere Kaninchen

Sind z.B. aus dem Labor, aus einem Kinderzimmer oder sollten zum Schlachter.
Es sind scheue oder zutrauliche Tiere dabei die alle verschieden sind und zusammen harmonisch einen Offenstall bewohnen.

Unsere Fische

Unsere Fische waren übrig und sollten entsorgt werden, so bauten wir eben mal schnell einen größeren Teich um diesen tollen Tieren auch ein sicheres Zuhause zu bieten. Gerade sie sind absolut toll zur  Beobachtung im Garten.